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Menschen hinter RubiN: Nicole Fischer

Das Rückgrat von RubiN bilden die ausgebildeten Care- und Casemanager (CCM), die mit ihrer engagierten Tätigkeit das Konzept von RubiN in die Tat umsetzen. In unserer niedersächsischen Modellregion Ammerland / Uplengen / Wiesmoor sind sie als Versorgungskoordinatorinnen bekannt. Nicole Fischer ist von Anfang an dabei und hat für uns beantwortet, wie die Arbeit als CCM rückblickend zu bewerten ist.

Frau Fischer, was gefällt Ihnen besonders an der Arbeit für RubiN?

Ich kann durch das Projekt helfen, wo Hilfe benötigt wird, damit die Betroffenen so lange wie möglich in der Häuslichkeit verbleiben können. Die enge Zusammenarbeit und der intensive Austausch mit den Patienten ohne Zeitdruck ist ebenfalls etwas sehr wertvolles für mich. Auch das ausgewogene Maß an der selbstständigen Arbeit und der Arbeit im Team gefällt mir sehr.

Projekt RubiN wird eine neue Versorgungsform erprobt. Wie viele Abläufe und Methoden haben Sie in den letzten zwei Jahren erlernt?

Es ist unmöglich diese als Zahl zu benennen, denn wir befinden uns in einem stetigen Lern- und Entwicklungsprozess.

Für die wissenschaftliche Auswertung müssen Sie viele Daten sammeln. Wie hat das funktioniert?

Im Großen und Ganzen würde ich sagen ganz gut. Es war allerdings über die gesamte Laufzeit des Projektes ein Auf und Ab und mit viel Kraft und Durchhaltevermögen verbunden. Man hatte zum Beispiel gerade die Dokumentation abgeschlossen und dann gab es eine Neuerung und die gesamte Dokumentation musste wieder angepasst werden. Auch hatte man oft mit der Skepsis der Teilnehmer und deren Angehörigen zu kämpfen, weil einige Daten als zu sensibel empfunden wurden, um diese zu teilen.

Bald endet die Betreuung durch RubiN. Was bedeutet das für Sie? Und wie gehen die von Ihnen betreuten Patienten damit um?

Es ist für mich ehrlich gesagt sehr schwer zu beschreiben. Ich bin traurig und fühle mich auch etwas hilf- und machtlos. Man hat so viel Zeit und Kraft investiert, alles so aufzubauen und nun am Höhepunkt muss man den Teilnehmern sagen, dass sie ab nun wieder auf sich allein gestellt sind. Die Patienten sind ebenfalls sehr traurig. Trotz der Aufklärung zu Beginn war es vielen nicht so bewusst, dass es eine zeitliche Begrenzung gibt. Sie haben Angst davor, wie es sein wird ohne RubiN. Für alle fällt eine wichtige Vertrauens- und Ansprechperson weg.

Gibt es eine Andekdote aus Ihrer Zeit im Projekt, die Sie mit uns teilen möchten?

Wir Koordinatorinnen wurden von Patienten oft namentlich als Frau RubiN benannt 😊.