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RubiN zu Gast im schleswig-holsteinischen Landtag

Gemeinsam mit der BARMER nahm das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg, das unsere nördlichste Modellregion managt, kürzlich die Gelegenheit war, RubiN im Kieler Landeshaus zu präsentieren. Im Rahmen eines gesundheitspolitischen Lunches erhielten interessierte Gesundheitspolitiker des schleswig-holsteinischen Landtages Details über den Hintergrund und die Umsetzung des Projekts.

Schleswig-Holsteins BARMER-Landesgeschäftsführer Dr. Bernd Hillebrandt informierte die Abgeordneten zunächst über die strukturellen Rahmenbedingungen von RubiN. Er erklärt: „Das Geriatriemodell RubiN setzt an einem wichtigen versorgungspolitischen Thema an und trifft den Nerv der Zeit. Denn viele Seniorinnen und Senioren brauchen nicht nur ihre Medikamente. Vielmehr benötigen sie im Alltag Hilfe und Unterstützung auf vielen Ebenen. Bislang hat noch keine andere Studie den Hilfebedarf von Geriatriepatientinnen und -patienten in seiner Komplexität so vielschichtig erfasst wie RubiN.“

Wie genau dieser Bedarf bei RubiN erfasst und erfüllt wird, konnte Christina Möllmann vom Praxisnetz Herzogtum Lauenburg den Parlamentariern anhand von Fallbeispielen veranschaulichen. Dabei wurde deutlich, wie verschiedene Defizite der ambulanten Gesundheitsversorgung im Projekt praktisch adressiert werden. Zahlreiche Rückfragen aus den Reihen der Parlamentarier, etwa zur Vernetzung von RubiN mit bestehenden Gesundheitsangeboten, unterstreichen das konkrete und wachsende Interesse der Gesundheitspolitik am Care- und Casemanagement.
Vom positiven Effekt des Projekts ist auch Dr. Hillebrandt überzeugt: „RubiN wird dazu beitragen, Rollenverständnis und Arbeitsteilung zwischen ärztlichen und nichtärztlichen Professionen weiterzuentwickeln und auch zur Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen einen wichtigen Beitrag leisten. Denn delegationsfähige Leistungen müssen im Sinne eines umfassenden Versorgungsmanagements erweitert und teilweise neu definiert werden. Am Ende steht die Frage, ob ein solches Versorgungsprogramm künftig zur Regelleistung werden kann. Die Evaluation wird die nötigen Erkenntnisse bringen.“

Bis dieses Ergebnis vorliegt, werden die Teams im Herzogtum Lauenburg wie auch in den vier weiteren Modellregionen Tag für Tag mit voller Kraft für Patienten im Einsatz sein. Damit diese wichtige Arbeit auch über die Laufzeit des Projekts hinaus geleistet werden kann, gilt es jetzt, den Gesprächsfaden mit der Politik aufrechtzuerhalten. Nur so hat das Care- und Casemanagement eine langfristige Perspektive – In Schleswig-Holstein und darüber hinaus.