Casemanagertreffen in Hannover: Nächste Schritte nach der Einschreibung

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Kurz nach dem Abschluss der Einschreibungsphase trafen sich Anfang Juli alle Casemanager aus den fünf RubiN-Regionen in Hannover. Die rund 30 Beteiligten hatten sich Details zur praktischen Ausgestaltung die Patientenbetreuung zur Aufgabe gemacht.

Im Laufe der zurückliegenden Monate haben die Casemanager viel Dankbarkeit von den betreuten Senioren und deren Angehörigen erfahren. Allerdings wurde auch deutlich, dass in verschiedenen Themenbereichen rund um die Gesundheit große Defizite herrschen. In Hannover wurden daher konkrete Hilfen für die Themen Handkraft, Schmerzen, Schwindel, Ernährung und Flüssigkeitsmangel entwickelt. Die Themen Handkraft und Schmerzen wurden zuerst in Angriff genommen, Schwindel, Ernährung und Flüssigkeitsmangel folgen.

Handkraft ist ein Thema mit enormer Alltagsrelevanz. Wenn die Kraft nachlässt, kann beispielsweise schon das Öffnen einer Tür anstrengend werden. Daher werden in allen Projektregionen zukünftig eigens entwickelte „Mobilitätskoffer“ eingesetzt. Diese enthalten einfache Gegenstände wie ein kurzes Seil oder ein Kartenspiel, mit denen die Handkraft nach kurzer Anleitung auf simple Weise selbstständig trainiert werden kann.

Auch Schmerzen gehören für viele Senioren leider zum Alltag. Je nachdem wie regelmäßig, wie stark und wie umfassend die Schmerzen auftreten, muss hier ärztliche Hilfe her. Um die Situation genauer zu erfassen, wird eine Schmerzskala eingesetzt. Der Schmerz wird außerdem kontinuierlich beobachtet und in einem Schmerztagebuch dokumentiert. Diese Aufzeichnungen bilden dann die Grundlage für eine mögliche schmerzmedizinische Behandlung.

In den nächsten Monaten wird sich zeigen, welche messbaren Effekte die persönliche Betreuung durch die Casemanager bewirken. Die gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen können in diesem Zusammenhang einen wertvollen Beitrag leisten. Wenn dies eintritt, war das Casemanagertreffen in Hannover tatsächlich ein Schritt nach vorne – für RubiN wie auch für die betreuten Senioren.

Projektpräsentation in Bremen

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Am 18. Mai stellten Vertreter der RubiN-Partner das
Projekt vor geladenen Gästen in Bremen vor. Damit folgte RubiN einer Einladung der
BERLIN-CHEMIE AG. Der Arzneimittelhersteller organisiert im Rahmen der
Veranstaltungsreihe „Synedrion“ regelmäßig Plattformen für den fachlichen
Dialog und interprofessionellen Austausch.

Erst im März hatte BERLIN-CHEMIE RubiN für die Shortlist
des Gesundheitsnetzwerkerpreises nominiert. Leider erhielten andere Bewerber
die Auszeichnung, eine genauere Auseinandersetzung mit RubiN war dem
Veranstalter dennoch wichtig. Rund 2 Stunden waren dafür im Konferenzsaal des
Bremer Radisson Blu Hotel anberaumt. Zum Auftakt referierte die Konsortialführerin
von RubiN und Leiterin für Versorgungsprogramme bei der BARMER Krankenkasse, Sonja
Laag. In einer Einführung skizzierte Laag das Anliegen des Case Managements im
Allgemeinen sowie des Projekts RubiN im Besonderen, wobei das Augenmerk auch
auf die zugrundeliegende Sozialgesetzgebung gerichtet war. Einen zweiten
Vortrag widmete Dr. Andreas Rühle, Geschäftsführer der pleXxon Management gGmbH,
dem Ablauf des Projekts aus Perspektive der Interventionsnetze. Die Sichtweise
der Kontrollnetze brachte im Anschluss daran Christoph Schwerdt,
Geschäftsführer der GENIAL eG Lingen, ein. Zwei Fallbeispiele aus dem
alltäglichen Case Management rundeten die Präsentation ab. In das Projekt eingebundene
Case Manager berichteten dafür über persönliche Erfahrungen und Leistungen, die
sie in kurzer Zeit für die eingeschriebenen Patienten erreichen konnten. Über
die Fallbeispiele wurde deutlich, wie viel ein umfassendes Case Management zur
ganzheitlichen Versorgung von Menschen beitragen kann.

Von der Konzeption über die Implementierung bis hin zu
der Rolle, die das Case Management in der tatsächlichen Umsetzung leisten kann,
erhielten die Anwesenden einen ausführlichen und unverstellten Eindruck. Wir
danken daher der BERLIN CHEMIE AG für die Einladung und freuen uns auf viele
weitere Gelegenheiten zum fachlichen Austausch rund um das Thema Case
Management.

RubiN auf dem KBV-Sicherstellungskongress 2019

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Die Gewährleistung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung zählt zum Kernauftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen. Wie innovative Konzepte dazu beitragen können, dass dieser Auftrag auch in Zukunft erfüllt wird, war auch in diesem Jahr das Thema des KBV-Sicherstellungskongresses. 28 Aussteller präsentierten am 21. Mai 2019 in Berlin unterschiedlichste Ansätze. Ebenso wie einige andere Innovationsfondsprojekte war RubiN mit einem eigenen Stand im dbb forum berlin vertreten. Zahlreiche Besucher aus verschiedenen Bereichen des KV-Systems nutzten die Gelegenheit und verschafften sich hier einen Eindruck über die Ziele und Fortschritte von RubiN. Auch die KBV selbst informierte sich in Person von Dr. Stephan Hofmeister, ihrem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, über RubiN.

Parallel zur Ausstellung wurde der Sicherstellungsauftrag in begleitenden Workshops und Vorträgen vertieft. Innovationsfondsprojekten wie RubiN kommt hierbei eine besondere Rolle zu, da diese die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in der Praxis erproben und wissenschaftlich untersuchen. Bei RubiN betrifft dies insbesondere die Tätigkeit der Case Manager, die einerseits das gesundheitliche und soziale Wohlbefinden der beteiligten Patienten steigern soll, andererseits aber auch auf eine Entlastung der beteiligten Ärzte abzielt. Die Bedeutung dieser Vorreiterrolle für die Zukunft der Gesundheitsversorgung wurde im Rahmen des Kongresses erneut deutlich.

Innovationsfondsprojekt RubiN unterstützt mehrfacherkrankte Senioren bei einer selbstständigen Lebensweise

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  • Im Innovationsfondsprojekt RubiN koordinieren Case Manager die Versorgung von geriatrischen Patienten.
  • Eine wissenschaftliche Begleitstudie untersucht, ob und wie der neue Versorgungsansatz in die Regelversorgung übertragen werden kann.

Seit dem 01. Januar 2019 wird im Innovationsfondsprojekt RubiN erprobt, ob sogenannte Case Manager geriatrische Patienten bei einer selbstständigen Lebensweise im häuslichen Umfeld unterstützen können. 3.200 Patienten aus den fünf Praxisnetzen pleXxon GbR (Ammerland), Praxisnetz Herzogtum Lauenburg e.V., Leipziger Gesundheitsnetz e.V., Ärztenetz Lippe GmbH und Gesundheitsregion Siegerland GbR sollen von dem neuen Versorgungsansatz profitieren.

Rund 20 Case Manager sind für RubiN bei den beteiligten Praxisnetzen angestellt. Sie nehmen ihre Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten wahr, beginnend mit einer gemeinsamen Einschätzung des individuellen Unterstützungsbedarfs. Dabei wird für jeden Patienten ein Versorgungsplan erstellt. Dieser umfasst beispielsweise Hilfe bei der Beantragung eines Pflegegrades oder Hilfsmittels. Auch der Zugang zu sozialen Angeboten und die Abstimmung der Versorgung zwischen Krankenhaus, Arztpraxis sowie Pflegedienst spielen dabei eine Rolle. So entlasten die Case Manager zudem Hausärzte und Angehörige.

Ob diese Form der Unterstützung die Versorgungssituation und dadurch die Selbstständigkeit geriatrischer Patienten effizient und effektiv verbessern kann, ist bislang kaum erforscht. Daher ist RubiN Gegenstand einer wissenschaftlichen Begleitstudie, die von der Universitätsmedizin Greifswald, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sowie dem Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) durchgeführt wird. 1.200 normalversorgte geriatrische Patienten aus drei Vergleichsregionen dienen dabei als Kontrollgruppe.

Sonja Laag, Leiterin für Versorgungsprogramme bei der BARMER Krankenkasse und Konsortialführerin von RubiN, erklärt: „Mit RubiN testen wir strukturiert die Wirksamkeit einer regionalen Vernetzungsform. Aufgaben, die in der Versorgung älterer Menschen vom Patienten oder seinen An- und Zugehörigen wie aber auch vom Hausarzt nicht mehr zu bewältigen sind, werden bei RubiN durch das Versorgungsnetzwerk aufgefangen.“

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Treffen aller RubiN-Interventionsregionen

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Kurz vor Rekrutierung der ersten Teilnehmer für das durch den Innovationsfonds geförderten Projektes Rubin trafen sich die Projektleitungen und ihre Koordinatorinnen aus dem Ammerland, Lauenburg, Lippe, Siegen und Leipzig. 

Gastgeber war einer der Kooperationspartner, die Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen stellt in Hannover ihre Räume für das erste Treffen zur Verfügung.. 

Neben dem persönlichen Kennenlernen und einem gegenseitigen Austausch spielte auch bei dieser zweitägigen Veranstaltung die fachliche Qualifikation eine wesentliche Rolle. 

So referierte die Vertreterin des Evaluationsteams, Frau Neeltje van den Berg, über das Evaluationskonzept und die Aufgaben der Koordinatorinnen dabei.

Dreh und Angelpunkt des Geschehens jedoch war Diskussionen über vorgestellte Fallbeispiele . 

Hierzu hatte das Team vom GeriNet eV aus Leipzig, die auch schon die Schulungen der Fachkräfte im Herbst durchgeführt hatten, beeindruckende Szenarien vorbereitet und dem Team zur Beurteilung vorgestellt. 

Zum Schluss waren sich alle Teilnehmerinnen darüber einig, den gemeinsamen Dialog fortsetzen zu wollen. Die gemeinsamen Treffen sollen zukünftig quartalsweise fortgeführt werden. Die nächste Veranstaltung wird im Ammerland stattfinden, um Gelegenheit zu haben , jede Modellregion genauer kennenzulernen.

Entlastung für Ihre Praxis: Geriatrie-Case- Management im Praxisnetz Herzogtum Lauenburg

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Wir stehen in den Startlöchern! Für unser Geriatrie-Projekt
„RubiN – Regional ununterbrochen betreut im Netz“ haben wir bereits die wichtigsten Vorbereitungen erfolgreich abschließen können. Wir freuen uns, im Januar 2019,
mit Unterstützung unserer vier Case-Managerinnen, die koordinierte Betreuung und Begleitung der geriatrischen Patienten im Kreisgebiet zu starten.
PDF-Artikel im Mitgliedermagazin des Praxisnetz Herzogtum Lauenburg lesen

Innovationsausschuss veröffentlicht geförderte Projekte zu neuen Versorgungsformen

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Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat am 21.11.2017 in Berlin eine Übersicht über die 26 geförderten Projekte zu der am 20. Februar 2017 ausgeschriebenen Förderbekanntmachung zu neuen Versorgungsformen veröffentlicht. RubiN – Regional ununterbrochen betreut im Netz – ist eines dieser ausgewählten Projekte.
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