Landesseniorenkonferenz: Im Alter gut zu Hause leben

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Bereits zum 14. Mal lud der Landesseniorenrat Niedersachsen am 17. Oktober Seniorenvertreter aus den niedersächsischen Kommunen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Landesseniorenkonferenz nach Hannover ein. Die Veranstaltung, die vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung unterstützt wird, bot eine konstruktive Plattform für Diskussionen rund um die Gesundheitsversorgung älterer Menschen. Zentrales Thema waren dabei Möglichkeiten zum Verbleib im häuslichen Umfeld. In diesem Rahmen konnten Stefanie Bließ, Projektleiterin für RubiN im Ärztenetz pleXxon, und Paul Kathmann, ärztlicher Geschäftsführer bei pleXxon, das Projekt RubiN präsentieren und ausführlich erläutern.

Aus seinem Arbeitsalltag als Hausarzt weiß Paul Kathmann, dass eine Arztpraxis keine vollständige Rundumversorgung älterer Menschen leisten kann. Viele Patienten erhalten zwar die Gesundheitsversorgung, die sie benötigen, verlieren aber trotzdem an Lebensqualität. Grund ist, dass ältere Menschen entweder ihre Bedürfnisse nicht konkret genug äußern oder sich schlicht mit den vorhandenen Defiziten arrangiert haben. Oftmals besteht auch Hilflosigkeit, sich in der Fülle der Angebote und gesetzlichen Möglichkeiten zurecht zu finden. In RubiN wird diese Problematik durch geschulte Versorgungskoordinatorinnen aufgegriffen, in ihrer Vielschichtigkeit erfasst und, immer bezogen auf den einzelnen geriatrischen Patienten, schrittweise bearbeitet. Zentral ist dabei eine ganzheitliche Betrachtung des individuellen Bedarfs über die Grenzen der Versorgungssektoren hinaus und die praktische Unterstützung bei der Inanspruchnahme geeigneter Angebote. Den älteren, versorgungsbedürftigen Menschen bietet dieses System Sicherheit, weil jederzeit Menschen da sind, die im Bedarfsfall helfen können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die (Re-)Aktivierung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten im Rahmen des Möglichen.

Dieses Konzept wurde von den Teilnehmern der Landesseniorenkonferenz mit viel Zustimmung aufgenommen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde klar: Der Verbleib im häuslichen Umfeld bleibt ein Thema, das für Senioren in ganz Niedersachsen und wohl auch darüber hinaus einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Damit diese Möglichkeit länger offensteht, kann RubiN einen entscheidenden Beitrag leisten.

Rückenwind für die Einführung von Patientenlotsen

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Rund um die sektorenübergreifende Versorgung chronisch Erkrankter diskutierten am 05. November zahlreiche Vertreter von Care- und Casemanagement-Projekten in Berlin. Neben Innovationsfondsprojekten wie RubiN waren dabei Quartiersprojekte aus unterschiedlichen Kommunen beteiligt. Anlass war die „Fachtagung Patientenlotsen“ des Bundesverbands Managed Care (BMC) e.V., dessen Vorstandsvorsitzender, Prof. Dr. Volker Amelung, in seinem Plädoyer für die Etablierung von Patientenlotsen ausführte, man könne viel von anderen Ländern lernen. Anders als Deutschland würden diese, zugespitzt formuliert, nicht nur projektieren, sondern auch skalieren. Eine Sichtweise, die mit Sicherheit auch auf RubiN zutrifft.

Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, sprach sich ebenfalls für eine Intensivierung der Arbeit der Patientenlotsen aus, etwa in Form der „Gemeindeschwester plus“. Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) ergänzte diesen Ansatz um die Perspektive der Ärzteschaft. So seien Häusärzte als zentraler Ansprechpartner und Vermittler von Leistungen oftmals überfordert. Insofern sei die Tätigkeit von Patientenlotsen eine „hochgradige Entlastung“. Somit zeigte sich auch der Ärztepräsident von der Etablierung des Care- und Casemanagements überzeugt.

Wie diese Etablierung ablaufen kann, war nicht zuletzt Thema eines Workshops, den Dr. Andreas Rühle (pleXxon GbR, Ammerland), Lysann Kasprick (GeriNet e.V., Leipzig) und Constanze Liebe (Ärztenetz Lippe GmbH) als Vertreter von RubiN im Rahmen der Tagung organisierten. Aus der Diskussion ergab sich, dass die Anwendung in der Regelversorgung im Optimalfall aus einer ärztlichen Verordnung erfolgen könnte. Weitere Gedanken zur Etablierung des Care- und Casemanagements in der Regelversorgung sind bereits in einem aktuellen Positionspapier zusammengefasst. 

Unabhängig von der konkreten Ausgestaltung des Care- und Casemanagements oder von regionalen Unterschieden wurde in zahlreichen Vorträgen und Gesprächen deutlich, dass Patientenlotsen vielerorts einen wertvollen Beitrag leisten, der dringend Einzug in die Regelversorgung finden muss. Für dieses Ziel bot die Fachtagung Patientenlotsen jede Menge Rückenwind!

RubiN zu Gast im schleswig-holsteinischen Landtag

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Gemeinsam mit der BARMER nahm das Praxisnetz Herzogtum Lauenburg, das unsere nördlichste Modellregion managt, kürzlich die Gelegenheit war, RubiN im Kieler Landeshaus zu präsentieren. Im Rahmen eines gesundheitspolitischen Lunches erhielten interessierte Gesundheitspolitiker des schleswig-holsteinischen Landtages Details über den Hintergrund und die Umsetzung des Projekts.

Schleswig-Holsteins BARMER-Landesgeschäftsführer Dr. Bernd Hillebrandt informierte die Abgeordneten zunächst über die strukturellen Rahmenbedingungen von RubiN. Er erklärt: „Das Geriatriemodell RubiN setzt an einem wichtigen versorgungspolitischen Thema an und trifft den Nerv der Zeit. Denn viele Seniorinnen und Senioren brauchen nicht nur ihre Medikamente. Vielmehr benötigen sie im Alltag Hilfe und Unterstützung auf vielen Ebenen. Bislang hat noch keine andere Studie den Hilfebedarf von Geriatriepatientinnen und -patienten in seiner Komplexität so vielschichtig erfasst wie RubiN.“

Wie genau dieser Bedarf bei RubiN erfasst und erfüllt wird, konnte Christina Möllmann vom Praxisnetz Herzogtum Lauenburg den Parlamentariern anhand von Fallbeispielen veranschaulichen. Dabei wurde deutlich, wie verschiedene Defizite der ambulanten Gesundheitsversorgung im Projekt praktisch adressiert werden. Zahlreiche Rückfragen aus den Reihen der Parlamentarier, etwa zur Vernetzung von RubiN mit bestehenden Gesundheitsangeboten, unterstreichen das konkrete und wachsende Interesse der Gesundheitspolitik am Care- und Casemanagement.
Vom positiven Effekt des Projekts ist auch Dr. Hillebrandt überzeugt: „RubiN wird dazu beitragen, Rollenverständnis und Arbeitsteilung zwischen ärztlichen und nichtärztlichen Professionen weiterzuentwickeln und auch zur Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen einen wichtigen Beitrag leisten. Denn delegationsfähige Leistungen müssen im Sinne eines umfassenden Versorgungsmanagements erweitert und teilweise neu definiert werden. Am Ende steht die Frage, ob ein solches Versorgungsprogramm künftig zur Regelleistung werden kann. Die Evaluation wird die nötigen Erkenntnisse bringen.“

Bis dieses Ergebnis vorliegt, werden die Teams im Herzogtum Lauenburg wie auch in den vier weiteren Modellregionen Tag für Tag mit voller Kraft für Patienten im Einsatz sein. Damit diese wichtige Arbeit auch über die Laufzeit des Projekts hinaus geleistet werden kann, gilt es jetzt, den Gesprächsfaden mit der Politik aufrechtzuerhalten. Nur so hat das Care- und Casemanagement eine langfristige Perspektive – In Schleswig-Holstein und darüber hinaus.

Herbsttreffen der Care- und Casemanager

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Die regelmäßigen Treffen der Care- und Casemanager aus den fünf Modellregionen sind inzwischen zu einer echten Instanz geworden. So freuten sich schon im Vorfeld viele der Angereisten auf die erneute Zusammenkunft Anfang Oktober in Hannover. Zum wiederholten Mal stellte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen ihre Seminarräumlichkeiten für das zweitägige Treffen zur Verfügung.

Neben dem Austausch von Erfahrungen und Best Practices, steht bei den regelmäßigen Treffen der Care- und Casemanager das Erlernen neuer Fertigkeiten im Fokus. Dabei geht es insbesondere um Methoden, die in der alltäglichen Arbeit zum Wohl der betreuten Patienten eingesetzt werden können. Aus diesem Grund waren praktische Übungseinheiten zu Themen wie Schwindel, Handkraft und Taping Bestandteil der Agenda. Ebenso wichtig ist aber die theoretische Fortbildung. Verschiedene Schulungen zu Sachverhalten der Pflegegesetzgebung sorgten hier für neue Erkenntnisse und Impulse. So erhielten die Care- und Casemanager etwa aktuelle Informationen zur Antragstellung bei Schwerbehinderungen oder zum Umgang mit Zwangseinweisungen.

Ebenfalls angereist waren Vertreter der Institute, die RubiN im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie evaluieren. Dabei handelte es sich um Prof. Dr. Volker Amelung und Felix Freigang vom privaten Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) sowie um Dr. med. Karola Mergenthal vom Institut für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt. Letztere berichtete in einem Referat über den Fortschritt der begleitenden Datenerhebung, die schließlich die Basis der wissenschaftlichen Auswertung bildet.

Vom Praktischen bis zum Akademischen waren damit alle Inhalte abgedeckt, die zum Alltag der Care- und Casemanager zählen. Nach zwei intensiven und kurzweiligen Fortbildungstagen in Hannover kehren diese nun in Ihre Regionen zurück, wo das Erlernte direkt in die Tat umgesetzt wird. Bestimmt freuen sich einige schon jetzt auf das nächste Treffen der Care- und Casemanager.

Casemanagertreffen in Hannover: Nächste Schritte nach der Einschreibung

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Kurz nach dem Abschluss der Einschreibungsphase trafen sich Anfang Juli alle Casemanager aus den fünf RubiN-Regionen in Hannover. Die rund 30 Beteiligten hatten sich Details zur praktischen Ausgestaltung die Patientenbetreuung zur Aufgabe gemacht.

Im Laufe der zurückliegenden Monate haben die Casemanager viel Dankbarkeit von den betreuten Senioren und deren Angehörigen erfahren. Allerdings wurde auch deutlich, dass in verschiedenen Themenbereichen rund um die Gesundheit große Defizite herrschen. In Hannover wurden daher konkrete Hilfen für die Themen Handkraft, Schmerzen, Schwindel, Ernährung und Flüssigkeitsmangel entwickelt. Die Themen Handkraft und Schmerzen wurden zuerst in Angriff genommen, Schwindel, Ernährung und Flüssigkeitsmangel folgen.

Handkraft ist ein Thema mit enormer Alltagsrelevanz. Wenn die Kraft nachlässt, kann beispielsweise schon das Öffnen einer Tür anstrengend werden. Daher werden in allen Projektregionen zukünftig eigens entwickelte „Mobilitätskoffer“ eingesetzt. Diese enthalten einfache Gegenstände wie ein kurzes Seil oder ein Kartenspiel, mit denen die Handkraft nach kurzer Anleitung auf simple Weise selbstständig trainiert werden kann.

Auch Schmerzen gehören für viele Senioren leider zum Alltag. Je nachdem wie regelmäßig, wie stark und wie umfassend die Schmerzen auftreten, muss hier ärztliche Hilfe her. Um die Situation genauer zu erfassen, wird eine Schmerzskala eingesetzt. Der Schmerz wird außerdem kontinuierlich beobachtet und in einem Schmerztagebuch dokumentiert. Diese Aufzeichnungen bilden dann die Grundlage für eine mögliche schmerzmedizinische Behandlung.

In den nächsten Monaten wird sich zeigen, welche messbaren Effekte die persönliche Betreuung durch die Casemanager bewirken. Die gemeinsam erarbeiteten Maßnahmen können in diesem Zusammenhang einen wertvollen Beitrag leisten. Wenn dies eintritt, war das Casemanagertreffen in Hannover tatsächlich ein Schritt nach vorne – für RubiN wie auch für die betreuten Senioren.

Projektpräsentation in Bremen

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Am 18. Mai stellten Vertreter der RubiN-Partner das
Projekt vor geladenen Gästen in Bremen vor. Damit folgte RubiN einer Einladung der
BERLIN-CHEMIE AG. Der Arzneimittelhersteller organisiert im Rahmen der
Veranstaltungsreihe „Synedrion“ regelmäßig Plattformen für den fachlichen
Dialog und interprofessionellen Austausch.

Erst im März hatte BERLIN-CHEMIE RubiN für die Shortlist
des Gesundheitsnetzwerkerpreises nominiert. Leider erhielten andere Bewerber
die Auszeichnung, eine genauere Auseinandersetzung mit RubiN war dem
Veranstalter dennoch wichtig. Rund 2 Stunden waren dafür im Konferenzsaal des
Bremer Radisson Blu Hotel anberaumt. Zum Auftakt referierte die Konsortialführerin
von RubiN und Leiterin für Versorgungsprogramme bei der BARMER Krankenkasse, Sonja
Laag. In einer Einführung skizzierte Laag das Anliegen des Case Managements im
Allgemeinen sowie des Projekts RubiN im Besonderen, wobei das Augenmerk auch
auf die zugrundeliegende Sozialgesetzgebung gerichtet war. Einen zweiten
Vortrag widmete Dr. Andreas Rühle, Geschäftsführer der pleXxon Management gGmbH,
dem Ablauf des Projekts aus Perspektive der Interventionsnetze. Die Sichtweise
der Kontrollnetze brachte im Anschluss daran Christoph Schwerdt,
Geschäftsführer der GENIAL eG Lingen, ein. Zwei Fallbeispiele aus dem
alltäglichen Case Management rundeten die Präsentation ab. In das Projekt eingebundene
Case Manager berichteten dafür über persönliche Erfahrungen und Leistungen, die
sie in kurzer Zeit für die eingeschriebenen Patienten erreichen konnten. Über
die Fallbeispiele wurde deutlich, wie viel ein umfassendes Case Management zur
ganzheitlichen Versorgung von Menschen beitragen kann.

Von der Konzeption über die Implementierung bis hin zu
der Rolle, die das Case Management in der tatsächlichen Umsetzung leisten kann,
erhielten die Anwesenden einen ausführlichen und unverstellten Eindruck. Wir
danken daher der BERLIN CHEMIE AG für die Einladung und freuen uns auf viele
weitere Gelegenheiten zum fachlichen Austausch rund um das Thema Case
Management.

RubiN auf dem KBV-Sicherstellungskongress 2019

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Die Gewährleistung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung zählt zum Kernauftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen. Wie innovative Konzepte dazu beitragen können, dass dieser Auftrag auch in Zukunft erfüllt wird, war auch in diesem Jahr das Thema des KBV-Sicherstellungskongresses. 28 Aussteller präsentierten am 21. Mai 2019 in Berlin unterschiedlichste Ansätze. Ebenso wie einige andere Innovationsfondsprojekte war RubiN mit einem eigenen Stand im dbb forum berlin vertreten. Zahlreiche Besucher aus verschiedenen Bereichen des KV-Systems nutzten die Gelegenheit und verschafften sich hier einen Eindruck über die Ziele und Fortschritte von RubiN. Auch die KBV selbst informierte sich in Person von Dr. Stephan Hofmeister, ihrem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden, über RubiN.

Parallel zur Ausstellung wurde der Sicherstellungsauftrag in begleitenden Workshops und Vorträgen vertieft. Innovationsfondsprojekten wie RubiN kommt hierbei eine besondere Rolle zu, da diese die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in der Praxis erproben und wissenschaftlich untersuchen. Bei RubiN betrifft dies insbesondere die Tätigkeit der Case Manager, die einerseits das gesundheitliche und soziale Wohlbefinden der beteiligten Patienten steigern soll, andererseits aber auch auf eine Entlastung der beteiligten Ärzte abzielt. Die Bedeutung dieser Vorreiterrolle für die Zukunft der Gesundheitsversorgung wurde im Rahmen des Kongresses erneut deutlich.

Innovationsfondsprojekt RubiN unterstützt mehrfacherkrankte Senioren bei einer selbstständigen Lebensweise

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  • Im Innovationsfondsprojekt RubiN koordinieren Case Manager die Versorgung von geriatrischen Patienten.
  • Eine wissenschaftliche Begleitstudie untersucht, ob und wie der neue Versorgungsansatz in die Regelversorgung übertragen werden kann.

Seit dem 01. Januar 2019 wird im Innovationsfondsprojekt RubiN erprobt, ob sogenannte Case Manager geriatrische Patienten bei einer selbstständigen Lebensweise im häuslichen Umfeld unterstützen können. 3.200 Patienten aus den fünf Praxisnetzen pleXxon GbR (Ammerland), Praxisnetz Herzogtum Lauenburg e.V., Leipziger Gesundheitsnetz e.V., Ärztenetz Lippe GmbH und Gesundheitsregion Siegerland GbR sollen von dem neuen Versorgungsansatz profitieren.

Rund 20 Case Manager sind für RubiN bei den beteiligten Praxisnetzen angestellt. Sie nehmen ihre Aufgabe in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten wahr, beginnend mit einer gemeinsamen Einschätzung des individuellen Unterstützungsbedarfs. Dabei wird für jeden Patienten ein Versorgungsplan erstellt. Dieser umfasst beispielsweise Hilfe bei der Beantragung eines Pflegegrades oder Hilfsmittels. Auch der Zugang zu sozialen Angeboten und die Abstimmung der Versorgung zwischen Krankenhaus, Arztpraxis sowie Pflegedienst spielen dabei eine Rolle. So entlasten die Case Manager zudem Hausärzte und Angehörige.

Ob diese Form der Unterstützung die Versorgungssituation und dadurch die Selbstständigkeit geriatrischer Patienten effizient und effektiv verbessern kann, ist bislang kaum erforscht. Daher ist RubiN Gegenstand einer wissenschaftlichen Begleitstudie, die von der Universitätsmedizin Greifswald, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sowie dem Institut für angewandte Versorgungsforschung (inav) durchgeführt wird. 1.200 normalversorgte geriatrische Patienten aus drei Vergleichsregionen dienen dabei als Kontrollgruppe.

Sonja Laag, Leiterin für Versorgungsprogramme bei der BARMER Krankenkasse und Konsortialführerin von RubiN, erklärt: „Mit RubiN testen wir strukturiert die Wirksamkeit einer regionalen Vernetzungsform. Aufgaben, die in der Versorgung älterer Menschen vom Patienten oder seinen An- und Zugehörigen wie aber auch vom Hausarzt nicht mehr zu bewältigen sind, werden bei RubiN durch das Versorgungsnetzwerk aufgefangen.“

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Treffen aller RubiN-Interventionsregionen

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Kurz vor Rekrutierung der ersten Teilnehmer für das durch den Innovationsfonds geförderten Projektes Rubin trafen sich die Projektleitungen und ihre Koordinatorinnen aus dem Ammerland, Lauenburg, Lippe, Siegen und Leipzig. 

Gastgeber war einer der Kooperationspartner, die Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen stellt in Hannover ihre Räume für das erste Treffen zur Verfügung.. 

Neben dem persönlichen Kennenlernen und einem gegenseitigen Austausch spielte auch bei dieser zweitägigen Veranstaltung die fachliche Qualifikation eine wesentliche Rolle. 

So referierte die Vertreterin des Evaluationsteams, Frau Neeltje van den Berg, über das Evaluationskonzept und die Aufgaben der Koordinatorinnen dabei.

Dreh und Angelpunkt des Geschehens jedoch war Diskussionen über vorgestellte Fallbeispiele . 

Hierzu hatte das Team vom GeriNet eV aus Leipzig, die auch schon die Schulungen der Fachkräfte im Herbst durchgeführt hatten, beeindruckende Szenarien vorbereitet und dem Team zur Beurteilung vorgestellt. 

Zum Schluss waren sich alle Teilnehmerinnen darüber einig, den gemeinsamen Dialog fortsetzen zu wollen. Die gemeinsamen Treffen sollen zukünftig quartalsweise fortgeführt werden. Die nächste Veranstaltung wird im Ammerland stattfinden, um Gelegenheit zu haben , jede Modellregion genauer kennenzulernen.